„Warum bin ich noch Single? Was mache ich nur falsch?“

– das fragte mich Isabell als sie zu mir ins Coaching kam.

Ausgangssituation:

Isabell war bereits 3 Jahre Single. In der letzten Beziehung wurde sie betrogen. Der letzte Mann, den sie kennenlernte war Nick. Er machte ihr erst Hoffnung, ließ sie dann aber immer wieder fallen. Er machte sie klein und sagte Treffen kurzfristig ab, um sich dann nach einer Weile doch wieder zu melden.

Sie traute sich schon gar nicht mehr ihren Freundinnen von Nick zu erzählen, weil sie das gar nicht verstehen konnten, dass sie sich immer wieder darauf einließ.



Unsere Kindheit ist entscheidend für spätere Beziehungen

In der ersten Session sprachen wir über ihre Kindheit und ihre Familie. Denn gerade die ersten Lebensjahre und die ersten Beziehungserfahrungen (in der Familie) sind extrem prägnant für unser Liebesleben.

Es war schnell ersichtlich, dass sie die Rolle in der Beziehung zu ihrem Bruder mit den heutigen Männern wiederholte. Ja, auch die Beziehung zu Geschwistern ist prägend für unsere Beziehungen.

So beschrieb sie ihren Bruder:

  • Verarscht mich und nutzt meine Schwachpunkte aus
  • Wenn sie mit ihm spielen will, muss sie sich anpassen
  • Solange sie die Klappe hält und ihm sagt wie toll er ist,
    ist alles gut
  • Ihr Selbstbild: Ich bin klein und nervig

Daraus wurde heute:

  • Jungs verarschen sie und treffen sie an ihren Schwachpunkten
  • Wenn ich Zeit mit ihm verbringen will, muss ich mich anpassen
  • Sie traut sich nicht zu sagen, was sie stört, aus Angst den anderen zu verlieren

Warum ist das so, dass man genau an denselben Typ Mann wieder gerät?

Das kann verschiedene Gründe haben:

1. Ein unausgetragener Kampf um Liebe

Eigentlich kämpft das Kind in ihr immer noch um die Liebe und Aufmerksamkeit ihres Bruders. Da sie diesen nie gewonnen hat, ist der heutige Mann in ihrem Leben eine Art Stellvertreter. Sie möchte ihn von sich überzeugen, um so endlich das Gefühl zu haben: Ich bin doch gut genug. Ich werde doch geliebt. Ich bin OK wie ich bin.

Wenn Liebe aber immer mit einem Kampf und Anstrengung verbunden sein muss, dann ist das eine sehr ungünstige Ausgangslage für eine glückliche und gleichwertige Beziehung. Besser gesagt – es macht sie unmöglich.

2. Eine unerfüllte Sehnsucht

Das kleine Kind in ihr sehnt sich nach einem starken Mann, der sie beschützt. Da Dominanz eine starke Eigenschaft ist, glaubt sie das bekommen zu können (wenn er sie doch endlich liebt).

3. Schuld

Vielleicht ist es dir aufgefallen, dass sie bereits im Auftrag schrieb „was mache ich falsch?“. Immer, wenn sie zurückgewiesen wurde, hatte sie das Gefühl, dass sie schuld daran ist. Zum einen schadet es dem Selbstwertgefühl, wenn man sich mit so viel Schuld und zweifeln auflädt.

Zum anderen steckte noch ein weitere Glaubenssatz dahinter: „Ich will nicht Schuld sein, wenn etwas schief geht“ (deshalb suche ich mir einen Mann, der für mich entscheidet, dann kann ich keine falschen Entscheidungen treffen).

Dieser Glaubenssatz verhinderte u.a. auch, dass sie liebevollen Männern keine Chance gab, da sie ihr „zu unsicher“ waren.

4. Hilfsbereitschaft, um sich wertvoll zu fühlen

Sie wusste bereits vor dem Coaching, dass Nick Probleme hatte. Denn Abwertung hat oft auch eine Schutzfunktion, um sich selbst besser zu fühlen. Sie hat sich ihn ausgesucht, weil sie ihm helfen wollte. Denn wenn er ihre Hilfe brauchen würde, wäre sie sich ihres Platzes sicher.

5. Ein fauler ungeschriebener Vertrag

In unserer Ursprungsfamilie entsteht quasi ein Rahmenvertrag, in dem geschrieben steht:

  • So sind Männer
  • So sind Frauen
  • So sind Beziehungen
  • So darf man mit mir umgehen

Wenn wir diesen nicht überarbeiten, kann es sein, dass er weiter bis ins hohe Alter bestehen bleibt.

Das Unterbewusste außen vor zu lassen bedeutet 95% deines Seins und deiner Handlungen auszuschließen. Es ist ungefähr als würde es in der Küche brennen, doch statt den Brand zu löschen, öffnest du im Wohnzimmer das Fenster in der Hoffnung, dass der Rauch rauszieht.

Wie kann man das aber nun lösen?

Bei Isabell arbeiteten wir viel mit dem inneren Kind. Es ist eine wunderbare Methode, um sich selbst liebend und akzeptierend gegenüberzutreten. Und natürlich ist es viel effektiver, wenn man an der Stelle loslässt und den Kampf beendet, wo es angemessen ist – in der Kindheit.

Außerdem arbeiteten wir an dem Schuldthema. Denn Isabell war sehr schnell dabei (zu schnell) die Schuld auf sich zu laden.

Ihren Rahmenvertrag für Beziehungen haben wir aufgedeckt und auf einer bewussten Ebene so umgeschrieben, wie sie es eigentlich für sich haben möchte.

An diesem Beispiel wird deutlich wie viele Ebenen bei einem unerfüllten Beziehungswunsch mitschwingen.

Konntest du dich an der ein oder anderen Stelle erkennen? Natürlich sind die Geschichten von jedem Menschen so einzigartig und individuell, aber manchmal erkennen wir uns selbst zu Teilen in den Geschichten anderer.

Gerade weil es so komplex und vielschichtig ist, ist es wirklich sinnvoll mit einem professionellen Coach an dem Thema zu arbeiten. Vorallen, weil wir für unsere eigenen Themen sowieso oft blind sind.

Vielleicht bin ich nicht der Coach, mit dem du zusammenarbeiten möchtest – und das ist ok. Und trotzdem rate ich dir: mach es dir selbst leicht und suche dir jemand, mit dem du es anpacken möchtest. Denn: Liebe darf leicht sein! 💗

Und wenn ich diejenige bin, die zu dir passt und die dich begleiten darf – dann freue ich mich natürlich umso mehr!

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